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Alternative Lebensform im Alter
Das Leben in einer Wohngemeinschaft, einer WG: Man liebt es oder man hasst es. Und nicht jeder ist dafür gemacht. Dennoch sammeln viele Menschen im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit Wohngemeinschaften.
Mit Gleichgesinnten oder Freunden zusammenzuwohnen, birgt allerdings Konflikte. Während unter Studenten noch Berge ungespülten Geschirrs zum Zank führen, sind die Reibungspunkte zwischen älteren Menschen ganz andere. Dabei blicken ältere Menschen auf ein wesentlich längeres Leben zurück.
Andere Aspekte lassen das Ideal der Pflege-WGs erstrebenswert erscheinen: ein selbstbestimmtes, möglichst unabhängiges Leben in Gemeinschaft zu führen, der gefürchteten Alterseinsamkeit zu entgehen und trotzdem professionelle Unterstützung zu erhalten.
Auch Pflegebedürftige, die in einer Wohngemeinschaft leben, werden weiterhin auf ambulante Pflege oder eine angestellte Pflegekraft angewiesen sein. Viele pflegebedürftige Menschen wünschen aber genau das: lediglich Hilfestellungen, um einen durch Selbstständigkeit geprägten Lebens- und Wohnstil so weit wie möglich beibehalten zu können.
Die sozialen Verbände fürchten hingegen eine Verschlechterung der aktuellen Pflegesituation und sprechen von einer Lösung, bei der schwer pflegebedürftige Menschen aus Kostengründen in WGs abgeschoben werden sollen.
Ein verklärter Blick auf ein vermeintlich selbstbestimmtes Leben in Pflege-Wohngemeinschaften mag naiv erscheinen. Für den einen oder anderen kann es aber genau das Richtige sein.